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Im Namen des allmächtigen, gnädigen und mitfühlenden Gottes.
Wir, die wir uns als religiöse Führer der muslimischen, christlichen und jüdischen Glaubensgemeinschaften versammelt haben, beten für einen wahrhaftigen Frieden
in Jerusalem und im Heiligen Land. Wir erklären unsere Verpflichtung, dafür einzutreten, dass die Gewalttaten und das Blutvergießen ein Ende finden, durch die das Recht auf ein Leben in Würde geleugnet wird.
Entsprechend unserer Glaubensüberlieferungen ist es eine Entweihung des heiligen Namens Gottes, wenn unschuldige Menschen in seinem Namen getötet werden. Dies
bringt die Religion weltweit in Misskredit. Die Gewalt im Heiligen Land ist gottlos und muss von allen Menschen guten Willens bekämpft werden. Wir möchten als Nachbarn zusammenleben, in gegenseitiger Achtung der
Unversehrtheit unseres jeweiligen geschichtlichen und religiösen Erbes. Wir rufen alle auf, Hetze, Hass und falsche Darstellung des anderen zu bekämpfen.
1. Das Heilige Land ist allen drei Religionen heilig. Deshalb müssen die Gläubigen dieser göttlichen Religionen seine Heiligkeit anerkennen und Blutvergießen
darf das Land nicht beflecken. Die Heiligkeit und Unantastbarkeit der Heiligen Stätten muss gewahrt werden und die Freiheit zur Feier des Gottesdienstes muss für alle gewährleistet sein.
2. Palästinenser und Israelis müssen anerkennen, dass sie durch den Willen Gottes und durch die Gnade des Schöpfers in demselben Land leben, das das Heilige
genannt wird.
3. Wir rufen die Politiker beider Völker auf, sich für eine gerechte, sichere und dauerhafte Lösung im Geist der Worte des Allmächtigen und der Propheten
einzusetzen.
4. Als einen ersten Schritt fordern wir jetzt einen religiös sanktionierten Waffenstillstand, der von allen Seiten beachtet und eingehalten wird, und wir fordern,
dass die Empfehlungen des Mitchell- und Tenet-Plans umgesetzt werden, einschließlich der Aufhebung der Restriktionen und der Rückkehr zu Verhandlungen.
5. Wir möchten dazu beitragen, eine Atmosphäre zu schaffen, in der gegenwärtige und zukünftige Generationen in gegenseitiger Achtung und im Vertrauen zum anderen
miteinander leben können. Wir rufen alle auf, Hetze und Dämonisierung Einhalt zu gebieten und unsere zukünftige Generationen entsprechend zu erziehen.
6. Als religiöse Führer verpflichten wir uns, die gemeinsame Suche nach einem gerechten Frieden fortzusetzen, der zur Aussöhnung in Jerusalem und im Heiligen Land
führt, zum Wohl aller unserer Völker.
7. Wir erklären die Einrichtung einer Ständigen Gemeinsamen Kommission, um die Empfehlungen dieser Erklärung umzusetzen, und suchen dementsprechend das Gespräch
mit unserer jeweiligen politischen Führung.
Archbishop George Carey, Canterbury
Sheikh Abdel Salam Sheqdam, Palästina
Patriarch Michel Sabbah, Jerusalem
Tal El Sider, Palästinensischer Minister
Rabbi Michael Melchior, Israelischer Minister
Rabbi Eliyahu Bakshi Doron
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