
SONNTAG, 1.1.2006 um 15.00 Uhr
Beim Vorbereitungstreffen für unser erstes Friedensgebet 2006 zu Neujahr fragten wir nach den Bedeutungen der Sonntage, die vor uns liegen. Lichtfest oder Christfest? Feiertage oder freie Tage? Und noch einen Sonntag weiter: Welche Botschaft haben wir für den Eingang ins neue Jahr? Oder haben wir sie schon empfangen?
Wir erinnerten uns an den Beitrag einer Teilnehmerin des letzten Friedensgebetes, die mit dem Anliegen der zweifachen Geiselnahme im Irak zu uns kam - außer Susanne Osthoff waren vier Mitglieder des internationalen Christian Peacemaker Teams verschleppt worden. Wir empfanden Dank für den Einsatz dieser Menschen, die lebendige Brücken bilden zwischen Ländern und Kulturen und Religionen. Sie ließen sich auch in einer Umgebung der Gewalt nicht davon abbringen, einen Zugang zu suchen zu den Opfern dieser Konflikte. Ihr Ausgang und Eingang sei gesegnet!
Wir empfanden es so, dass diese Botschaft, die zu uns Eingang fand, neue Zuversicht schenkte in die verbindende Macht des Gebets. Der befreiende Gott stiftet Versöhnung und Frieden.
Wir werden 2006 weiter diese Kraft erfahren, die in den Schwachen mächtig ist. Wir vertrauen dem, der scheinbar schwache Stimmen auch im öffentlichen Raum hörbar macht. Und der mit denen ist, die schweigend Zugang suchen, damit die Botschaft der Hoffnung Eingang findet in ihren Herzen und in der Öffentlichkeit.